Exkursionsprogramm

Langer Tag der Region 2025

Veranstaltungsort und Check-In:
Halle 32, Steinmüllerallee 10, 51643 Gummersbach

Check-In Exkursionen:
ab einer halben Stunde vor dem jeweiligen Exkursionsbeginn

Start der Exkursionen:
10:00 Uhr, 11:30 Uhr oder 12:30 Uhr (siehe Exkursionsbeschreibung)

Rückkehr Steinmüllergelände (alle Exkursionen):
gegen 16:00 Uhr

Ab Dienstag, 8. April 2025 um 9 Uhr finden Sie hier den Link zur Anmeldung

Exkursion 1 – BAUSTELLE | BRACHE | BALKANTRASSE

Check-In: ab 09:30 Uhr | Start: 10:00 Uhr

Gebäude und Flächen, die man weiterdenkt und weiternutzt, müssen anderswo nicht neu gebaut oder neu erschlossen werden. Jedes sanierte Haus, jedes wiedergenutzte Areal trägt als Ressource facettenreich zu einer guten Zukunft vor Ort und in der Region bei. Auf dieser Exkursion zeigt sich das Bergische RheinLand im Wandel. Der erste Halt führt nach Hückeswagen, wo das historische Schloss bald als „Schloss für alle“ erstrahlen wird – ein Ort für soziale Angebote, moderne Verwaltung und vielfältige Veranstaltungen. Im Anschluss geht es nach Wermelskirchen, wo das Rhombus-Areal durch ein kluges Nutzungskonzept mit Wohnen, Dienstleistungen, Bildung, Sport und Gemeinwohl neues Leben erhält. Mit Zwischenstopp auf der Balkantrasse, die heute als Radweg fungiert und eventuell für den Schienenverkehr im Sinne der Mobilitätswende reaktiviert werden soll, geht es weiter nach Burscheid: Hier wird die ehemalige Kulturstätte „Haus der Kunst“ in ein lebendiges KulturForumBurscheid transformiert, das als interkulturelle Begegnungsstätte künftig das soziale und kulturelle Leben der Stadt prägen wird.

Exkursion 2 – WIRTSCHAFT | WETTBEWERB | WERTSCHÖPFUNG

Check-In: ab 09:30 Uhr | Start: 10:00 Uhr

Traditionell stark in der Metall- und Kunststoffverarbeitung, dem Maschinenbau sowie der Automobilzulieferindustrie, hat sich das Bergische RheinLand zunehmend diversifiziert. Die Exkursion bietet Einblicke in Produktionsprozesse, innovative Technologien und Wertschöpfung regionaler Unternehmen wie dem Fahrradreifenproduzenten Schwalbe aus Reichshof und der ALHO Systembau GmbH. Die Firma Schwalbe hat 2022 ein eigenes Recyclingsystem etabliert und seitdem über 1,6 Mio. Reifen recycelt und in den Produktionskreislauf zurückgeführt. Als führendes Unternehmen im Bereich des modularen Bauens fertigt ALHO nachhaltige Modulgebäude als Alternative zur konventionellen Bauweise. Innovativ und nachhaltig werden so individuelle Raumlösungen geschaffen. Innovative Raumlösungen bietet auch das Konversionsprojekt Seequartier in Wiehl. Nach der Umgestaltung des Wiehlparks entstehen auf der ehemaligen Gewerbefläche neben dem Park neue Wohnungen im Einklang mit dem Hochwasserschutz, denn die Fläche liegt im Überschwemmungsgebiet der Wiehl.

Exkursion 3 – TRADITION | TRENDS | TECHNIK

Check-In: ab 09:30 Uhr | Start: 10:00 Uhr

Das Bergische RheinLand ist für das Tüfteln und Erfinden bekannt, für seine technischen Innovationen und zahlreichen Patente. Und Ideen braucht es für die bestehenden Herausforderungen wie Digitalisierung und Fachkräftemangel. Zum Start wirft der ehemalige Stadtschreiber der Stadt Gummersbach, Gerhard Pomykaj, einen Blick auf die historische Situation der Unternehmen im Oberbergischen Kreis. Aber wie gehen die Unternehmen am Standort heute mit den Herausforderungen um? Ein erster Eindruck entsteht bereits auf dem Steinmüllergelände selbst, wo der international agierende und familiengeführte Ingenieurs- und IT-Dienstleister Ferchau GmbH mit rund 9.000 Mitarbeitenden seine Firmenzentrale hat, während gleich nebenan auf dem Campus Gummersbach der TH Köln die Fachkräfte von morgen ausgebildet werden. Vom Steinmüllergelände geht es weiter nach Gummersbach-Nochen, wo das Unternehmen Opitz Consulting einen alten Bauernhof in eine „Denkfabrik im Grünen“ verwandelt hat und innovative IT-Lösungen u. a. im Bereich KI anbietet. Abschließend steht beim Besuch der ABUS Kransysteme GmbH das produzierende Gewerbe im Fokus der Exkursion. Bereits seit 1965 produziert das Unternehmen Hallenkrane Made in Oberberg.

Exkursion 4 – ROHSTOFFE I RESSOURCEN | RECYCLING

Check-In: ab 09:30 Uhr | Start: 10:00 Uhr

Die aktuellen Herausforderungen durch den Klimawandel und den Biodiversitätsverlust erfordern ein tiefgreifendes Umdenken in Bezug auf die Ressourcenbasis unserer Gesellschaft. Das Bewusstsein um die planetaren Grenzen, die Wertigkeit und die Endlichkeit unserer fossilen Rohstoffe ist in vielen Handlungsweisen der Region verankert und zeigt sich bereits an zahlreichen Standorten. Wo kommen in der Region Rohstoffe her, wie werden diese nutzbar gemacht, wo kommen sie zum Einsatz und wie können sie im Kreislauf gehalten werden – die Schlagwörter für diese Exkursion nach Lindlar heißen: Grauwacke, Urban-Mining, zirkuläre Wertschöpfung und erneuerbare Energie. Hierzu macht die Exkursion zunächst Halt in einem der Lindlarer Grauwackesteinbrüche, wo der älteste Wald der Welt nachgewiesen wurde und die Geschichte und Entwicklung der Region seit Jahrhunderten prägen. Anschließend geht es weiter zum Projekt „Lindlarer Freiräume“, bei dem der Ansatz des ressourcenschonenden und zirkulären Bauens im Mittelpunkt steht. Abschließend führt die Exkursion zum Lern- und Forschungsstandort :metabolon, der das Thema zirkuläre Wertschöpfung erlebbar macht und zugleich Ansätze der erneuerbaren Energieerzeugung beleuchtet. Mit dem REGIONALE-Projekt „:bergische rohstoffschmiede“ wird dieser Kompetenzknoten im Bereich der zirkulären Wertschöpfung weiter gestärkt.

Exkursion 5 – WIESEN | WASSER | WANDEL

Check-In: ab 09:30 Uhr | Start: 10:00 Uhr

Dhünn, Wupper, Strunde, Sieg, Bröl, Agger und Sülz: Die Flüsse sind verbindende Adern und Rückgrat zugleich. Gemeinsam mit den zahlreichen Talsperren formen sie das Bergische. Der Wasserreichtum prägt die Kulturlandschaftsentwicklung des Bergischen RheinLandes und neben der wasserwirtschaftlichen Bedeutung hat er heute eine immer wichtiger werdende Funktion als Erholungsraum. Zuerst führt die Exkursion nach Wipperfürth. Exemplarisch für die wiederentdeckte Beziehung der Stadt zum Wasser wurden die Ohler Wiesen vor einigen Jahren neugestaltet. Ein kurzer Fußweg über die Radtrasse führt zur Alten Drahtzieherei, dem bürgerschaftlich getragenen Veranstaltungszentrum an der Wupper. Im Rahmen des Projektes „Auf zu neuen Ufern in Wipperfürth“ soll ein neuer Aufenthaltsbereich am Wasser geschaffen und die Anbindung der Innenstadt gestärkt werden. Dabei wird das Thema Wasser als Potenzial der Stadtentwicklung unter Berücksichtigung der Gewässerentwicklung und des Hochwasserschutzes aktiviert. Danach geht es weiter zur Großen Dhünn-Talsperre und dem Projekt „Bergische WasserkompetenzRegion :aqualon 2.0“. Die Ausstellung „Wasser verbindet“ sowie ein Gang auf die Staumauer der zweitgrößten Trinkwassertalsperre Deutschlands vermitteln dabei spannende Einblicke in die regionale Wasserwirtschaft.

Exkursion 6 – FORST | FUNKTION | FREIRAUM

Check-In: ab 09:30 Uhr | Start: 10:00 Uhr

Wälder nehmen durch ihre diversen Nutzungsmöglichkeiten eine wichtige Rolle ein. Sie sind Erholungsorte, Gesundheitsräume und v. a. wirtschaftliche Ressourcen. Die Exkursion erkundet, wie der Wald im Bergischen RheinLand als Quelle für Wohlbefinden und regionale Entwicklung dient. Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt, wie Landschaft gestaltet und bewahrt wird, welche Rolle der Wald für Klimaanpassung und Gesundheitsförderung spielt und wie Tradition und Innovation miteinander verbunden werden. Die Gräflich Nesselrodesche Verwaltung in Ruppichteroth bewirtschaftet als Familienunternehmen in 19. Generation land- und forstwirtschaftliche Betriebe und ist Stromerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien. Darüber hinaus führt die Exkursion nach Nümbrecht zur Biologischen Station Oberberg. Sie nimmt vielseitige Aufgaben des Naturschutzes wahr, wobei der Tätigkeitsschwerpunkt in der praktischen Betreuung von schutzwürdigen Flächen liegt, die selten gewordene Pflanzen- und Tierarten beherbergen. Dann widmet sich die Exkursion dem REGIONALE-Projekt „Rundum gesund in NümbrECHT“ mit den Projektbausteine „Kurpark 2.0“ und „Gesunder Bildungscampus“. Der heilklimatische Kurort steht seit langem für Gesundheit und Erholung. Mit dem bildungs- und gesundheitsorientierten Fokus des Projekts positioniert sich Nümbrecht weiter als innovative Gemeinde im Bereich Gesundheit.

Exkursion 7 – WEITSICHT I WELTERBE I WIRGEFÜHL

Check-In: ab 09:30 Uhr | Start: 10:00 Uhr

Im Bergischen RheinLand wird das ‚Gute Leben‘ wortwörtlich selbst gemacht! Genossenschaften, Initiativen und Privatleute präsentieren ihre Herzensprojekte, die die Lebensqualität im eher ländlich geprägten Raum steigern. Die Exkursion startet mit einem Panoramablick: Auf 506 Höhenmetern errichtet, ist der rund 45 m hohe Unnenbergturm die höchste, öffentlich zugängliche Erhebung im Oberbergischen. Neben dem Blick auf Genkel- und Aggertalsperre, liegt der Fokus auf der ländlich-dörflichen Struktur. Es folgt eine Vorstellung des Dorfservice Oberberg, der für die Dorfgemeinschaften im Oberbergischen Kreis als zentrale Beratungsstelle fungiert und individuelle Unterstützungsangebote bietet. Im Anschluss geht es zum innovativen Bioenergiedorf Lieberhausen, dessen 330 Einwohner*innen sich fast vollständig unter der Verwendung von Holz mit Heizwärme und Warmwasser versorgen. Danach widmet sich die Exkursion den regionalen Köstlichkeiten, denen sich die Genuss-Werkstatt-Lieberhausen verschrieben hat. „Musikalisch“ beginnt der Nachmittag in der ehemaligen Dorfkirche Marienheide-Kempershöhe, in der das Drehorgelmuseum mit der Auszeichnung „Immaterielles UNESCOKulturerbe“ mechanische Musikinstrumente präsentiert! Abschließend besuchen wir die Dorfgemeinschaft Hülsenbusch, die das Gute Leben vor Ort einfach selbst gestaltet, beispielsweise mit dem preisgekrönten Projekt „Ärztehaus Hülsenbusch eG“.

Exkursion 8 – ENTDECKEN | ERZÄHLEN | ERHOLEN

Check-In: ab 09:30 Uhr | Start: 10:00 Uhr

Die schöne Landschaft des Bergischen RheinLandes lockt Bewohner*innen und Gäste regelmäßig zu Entdeckungstouren und zur Naherholung in die Region. In den Ortskernen, auf den Wanderwegen und in den Naturräumen begegnen sich Tradition und Innovation: Mit der Neugestaltung von Markt und Markthalle in Waldbröl wird ein beliebter und wichtiger Treffpunkt der Region aufgewertet. Ein paar Kilometer weiter ist ein ehemaliges Militärgelände heute ein Ort für Erholung und Bildung im Naturerlebnispark Panarbora. Der Baumwipfelpfad mit Aussichtsturm bietet hier einen einmaligen Ausblick über das Bergische RheinLand. Unten angekommen geht es weiter zur Burgruine Windeck. Für das „Erlebnisareal Burg und Dorf der Generationen Windeck“ wird ein touristisches Konzept umgesetzt, in dem Geschichte und Zukunft des Ortes analog und digital erfahrbar werden. Zum Abschluss geht es zum Schloss Homburg nach Nümbrecht. Rund um die markante Landmarke treten Kultur und Natur in den Dialog zwischen gestern, heute und morgen.

Exkursion 9 – IDENTIFIKATION | INNOVATION | INVESTITION

Check-In: ab 11:00 Uhr | Start: 11:30 Uhr

Das Bergische ist das Land der Lösungen und Patente. Hier ist das Erfinden quasi erfunden worden. Auch der Veranstaltungsort des Langen Tages ist ein attraktiver Standort für Innovation und Wirtschaft. Der erste Halt ist die Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren (AGewiS). Die Akademie bietet konkrete Einblicke in die moderne Aus- und Weiterbildung für Pflege- und Rettungskräfte. Besonders das interdisziplinäre Simulationszentrum, in dem Notfälle praxisnah trainiert werden, beeindruckt. Von dort geht es zum Innovation Hub Bergisches RheinLand. In seiner Modellfabrik und dem IT-Labor werden digitale Lösungen und innovative Technologien erprobt. Unternehmen sowie Wissenschaftler*innen und Studierende der TH Köln arbeiten hier gemeinsam in der InnoFaktur an Zukunftsideen und können mit Hilfe agiler Methoden und Strukturen den Wissenstransfer und ihre Innovationsfähigkeit verbessern. Zum Abschluss besuchen wir die multifunktionale Schwalbe Arena, Heimstätte des VfL Gummersbach. Neben dem Profisport steht mit der Akademie des VfL auch hier die Förderung von Nachwuchstalenten im Mittelpunkt.

Exkursion 10 – UMBAU I UMDENKEN I UNTERHALTUNG

Check-In: ab 12:00 Uhr | Start: 12:30 Uhr

Mit der Revitalisierung des Steinmüllergeländes ist im Herzen von Gummersbach in den vergangenen 20 Jahren aus einer Industriebrache ein lebendiger Teil der Innenstadt geworden – und damit ein Symbol des erfolgreichen Strukturwandels in der Kreisstadt Oberbergs! Im Rahmen der REGIONALE 2010 wurden ab der Jahrtausendwende die wesentlichen Weichen gestellt, um die 18 Hektar große Fläche auf Grundlage einer klugen Rahmenplanung zu einem attraktiven Stadtquartier zu entwickeln – als Standort für Wirtschaft, Wissenschaft, Freizeit und Dienstleistungen. Mit der TH Köln Campus Gummersbach, der Halle 32, der Halle 51, der Schwalbe Arena (Spielstätte des VfL Gummersbach), dem Einkaufszentrum Forum u. a. m. konnten vielfältige Nutzer angesiedelt werden. Ergänzend hierzu wurden in direkter Nachbarschaft auf dem Ackermann-Areal unterschiedliche Wohnungsangebote für alle Altersgruppen mit hochwertiger Architektur und attraktiven Grünräumen realisiert. Im Rahmen dieser Fußexkursion steht die stadtentwicklungspolitische Bedeutung des erfolgreichen Umbaus im Fokus. Darüber hinaus bietet die Exkursion sehr exklusive Einblicke in die „heiligen Hallen“ des Handballbundesligisten VfL Gummersbach.

Ab Dienstag, 8. April 2025 um 9 Uhr finden Sie hier den Link zur Anmeldung

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